St.Gallen Klosterhof 6d 9000 St.Gallen
Über den Betrieb
Die Baugeschichte des Stiftsbezirks St.Gallen – Vom Kloster zum Welterbe Es gibt Bauwerke, deren Mauern die Identität einer ganzen Region formen und Jahrhunderte der Transformation überdauern. Der barocke Stiftsbezirk St.Gallen ist ein solches Monument von Weltrang. Als architektonisches Meisterwerk geplant und vollendet, repräsentiert er die glanzvolle Spätphase einer der bedeutendsten klösterlichen Kulturstätten Europas. Ein kurzes Zeitalter der ursprünglichen Bestimmung Der monumentale Neubau des Stiftsbezirks, wie er sich uns heute in seiner barocken Pracht präsentiert, wurde als benediktinisches Kloster und repräsentative Residenz der St.Galler Fürstäbte konzipiert. Ironie der Geschichte: Seiner eigentlichen, ursprünglichen Bestimmung diente der Prachtbau nur wenige Jahrzehnte. Im Zuge der politischen Umwälzungen und der napoleonischen Neuordnung wurde das Kloster im Jahr 1805 offiziell aufgehoben. Damit endete eine über tausendjährige ununterbrochene klösterliche Tradition an diesem Ort. Das lebendige Erbe: Geistliches und weltliches Zentrum Obwohl die Mönche das Kloster verlassen mussten, blieb der Stiftsbezirk das unbestrittene Herz der Region. Er wurde nicht zu einem toten Museum, sondern transformierte sich zum lebendigen Fundament der modernen Institutionen. Heute gilt der Bezirk als geistliches und weltliches Zentrum derjenigen Gebilde, die den Fürstabt beerbt haben: Der Kanton St.Gallen: Übernahm wesentliche Teile des alten Territoriums und etablierte im ehemaligen Palast den Sitz von Regierung und Parlament. Das Bistum St.Gallen: Setzte die spirituelle Tradition fort, wobei die monumentale Klosterkirche zur Kathedrale des Bistums erhoben wurde. Die Brücke zu den heiligen Wurzeln auf Pergament Was den modernen demokratischen Staat und die heutige Kirche jedoch am tiefsten mit ihrer Geschichte verbindet, liegt wohlbehütet hinter den Mauern der weltberühmten Stiftsbibliothek. Es sind die einzigartigen, jahrhundertealten Schätze auf Pergament – handgeschriebene Codices, Urkunden und frühmittelalterliche Dokumente. Diese handschriftlichen Zeugnisse sind das lebendige Gedächtnis des Stiftsbezirks. Sie schlagen eine unzerbrechliche Brücke von der heutigen Gesellschaft zurück zu den historischen und spirituellen Wurzeln der Region: zu den heiligen Gründern Otmar und Gallus, deren Eremitage im 7. Jahrhundert der Keimträger für dieses Weltkulturerbe war. Erleben Sie die Baugeschichte hautnah und spüren Sie den Atem der Jahrhunderte im Stiftsbezirk St.Gallen.
Ausstattung
Öffnungszeiten
fri: 10:00–18:00 mon: 10:00–18:00 sat: 10:00–18:00 sun: 10:00–18:00 thu: 10:00–18:00 tue: 10:00–18:00 wed: 10:00–18:00
Kontakt
E-Mail: stibi@stibi.ch
Tel.: +41 71 227 34 16
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